Sie besuchen zur Zeit:
www.utorweihe.de
|
|
Die ersten Hieroglyphen wurden etwa 3300 v.Chr. bis 3000 v.Chr. geschrieben, das war, von uns aus gesehen, vor etwa 5000 bis 5500 Jahren. Damals befand sich die Erde mitten in einem dramatischen Klimawandel. Im Norden, also hier bei uns waren die Gletscher der Eiszeit verschwunden und die Nordsee wurde vom Schmelzwasser überschwemmt. Großbritannien wurde zur Insel. Es wurde zusehends wärmer. Im Bereich der Sahara wurde es trockener. Während der Eiszeit war die Sahara fruchtbares, bewohnbares Land, während die großen Flusssysteme an Nil und Niger eher sumpfig, morastig und unbewohnbar waren. Vor etwa 7000 Jahren wurde die Nilebene bewohnbar und durch die jährlichen Überschwemmungen zu einem Streifen frunchtbaren Landes, umgeben von Wüsten. Vor etwa 7500 Jahren erfanden die Menschen im sogenannten fruchtbaren Halbmond, also im Vorderen Orient, die Landwirtschaft. Wie die Landwirtschaft nach Oberägypten kam, weiß man nicht. Aber sie bewirkte, dass die Menschen ihren Lebensraum organisieren mussten. Wollte man am Nil als Ackerbauer überleben, musste man den Wasserstand bewirtschaften. Das schaffte Machtzentren, die die Wasserwirtschaft steuerten. Bis 3500 v.Chr. entstanden die ersten Städte und mit ihnen die ertsen Könige. Stadtleben bedeutet Arbeitsteilung und Arbeitsteilung bringt die Notwendigkeit, Aufzeichnungen zu machen. In Mesopotamien erfanden die Menschen die Keilschrift und in Ägypten die Hieroglyphen. Damit reichen die Hieroglyphen bis in die Urzeit Ägyptens hinein, bis in den Übergang von der Stein- zur Bronzezeit. Eine Besonderheit der Hieroglyphen ist ihre Langlebigkeit. Die Ägypter um Christi Geburt und bis ins Jahr 500 n. Chr. konnten die Hieroglyphen aus der Zeit des Pyramidenbaus, also 3000 Jahre früher, noch lesen. Keine andere Schrift hat so lange gehalten. Und obgleich wir heute nicht mehr wissen, wie die alten Ägypter gesprochen haben, ist uns ihre Schrift ein Tor in die eigene Vorzeit. Denn eine Schrift als geschriebene Sprache bildet vor allem das Denken der Menschen ab. Und die Hieroglyphen zeigen uns, wie die alten Ägypter vor 4000 oder 5000 Jahren gedacht haben, wie die Menschen am Ende der Steinzeit ihre Welt gesehen haben. Wer beginnt, sich mit Hieroglypehn zu beschäftigen, findet ein paar offensichtliche Eigenheiten, die zunächst einmal vordergründig erscheinen, aber dennoch aussagestark sind ... Zu diesen "Äußerlichkeiten" kommen noch ein paar wirklich interessante Details. So gibt es im ägyptischen zwar die beiden gramattischen Geschlechter männlich und weiblich. Aber es gibt kein gramattisches Neutrum. Dafür gibt es im Ägyptischen eigene besitzanzeigende Fürwörter für Frauen. Uwe Torweihe Postfach 210 603 47028 Duisburg |
|