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Gießhalle von Hochofen V

Die Gießhalle liegt am unteren Ende des Hochofens auf einer Plattform etwa 5m über dem Gelände. Ursprünglich verliefen unterhalb der Gießhalle Eisenbahnschienen. In der Gieshalle wurden Hochofenschlacke und Roheisen voneinander getrennt.
Hochöfen haben keine Ofentür und auch keine Ofenklappe. Sie sind unten zugemauert. Sobald das Eisen geschmolzen ist, wird eine besondere Stelle des Hochofens mit einem Pressluftmeißel aufgemeißelt. Aus dem Loch sprudelt dann flüssiges Roheisen mit etwas über 2000°C heraus. Oben auf dem schwereren Eisen schwimmt die Schlacke. Durch Gräben in der Gieshalle werden Schlacke und Roheisen getrennt. Das Roheisen fließt in eine Torpedopfanne. Das ist ein 20m langer Eisenbahnwaggon, ähnlich einer Thermoskanne. In dieser Torpedopfanne wird das Roheisen ins Stahlwerk gebracht und dort weiter verarbeitet.
Die Schlacke nimmt in der Gieshalle einen anderen Weg, landet in einer speziellen Eisenbahnlore und wird auf dem Schlackeberg abgekippt. Ein aktives Hüttenwerk färbt bei dieser Aktion den gesamten Abendhimmel rot und erinnert an einen Vulkanausbruch.
Die Giesshalle von Hochofen V wurde in eine Art Dornröschenschlaf versetzt. Hier kann man den Meissel für das Abstichloch sehen und sich überlegen, wie die Jungs damals das Loch in dem offenen Hochofen wieder zu bekommen haben. Die Gieshallen von Hchöfen II wurde zu einem "Open-Air-Kino" umgebaut und dient als große Bühne für besundere Veranstaltungen, hier dem Lichtermarkt Weihnachten 2023.

Uwe Torweihe
Postfach 210 603
47028 Duisburg

Giesshalle Torpedopfanne in Schwelgern wird Schlacke abgekippt Giesshalle als Veranstaltungsort
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