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Bunkeranlage im Landschaftspark
Gießhalle von Hochofen V

Es bedarf weder einer besonderen Ausrüstung, noch besonderer Fähigkeiten, wenn Sie auf den Hochofen hinaufklettern wollen. Aber sie sollte schwindelfrei sein und nicht vergessen, dass sie etwa 15 Stockwerke auf einer ziemlich steilen Treppe überwinden müssen. Sind Sie oben angekommen, werden Sie mit einer herrlichen Aussicht belohnt, denn der Hochofen ist, abgesehen von seinen beiden Brüdern im Osten, auf etwa 20 Kilometer Weite das höchste Gebäude.
Wie hoch sie wirklich sind erkennen Sie, wenn Sie sich im Osten die beiden anderen Hochöfen ansehen und die Möllerbunker, auf denen Sie vermutlich gerade herumgekraxelt sind. Hinter dem Schornstein, die kleine Erhöhung ist die Halde Haniel im Norden von Oberhausen. Die sollten Sie in jedem Fall besuchen.
Im Nordwesten sehen Sie eine wirklich beeindruckende Industriekulisse: Das aktive Hochofenwerk der Thyssen Krupp AG, das Herz des Konzerns mit den "Schwarzen Riesen", einem Warmwalzwerk und einem Stahwerk. Die "Schwarzen Riesen" sind die aktiven Hochöfen, von denen jeder eine Tagesleistung von 10.000 t Roheisen hat, also zehnmal soviel, wie der Hochofen leistete, auf dem Sie gerade stehen. Von den "Schwarzen Riesen" ist übrigens immer nur einer aktiv. Der andere wird gerade erneuert und als Vorgabe gehalten, bis zum nächsten Wechsel.
Ganz im Norden sehen Sie das Kohlekraftwerk von Duisburg Walsum. Diese wunderschönen Anlagen sollten sich alle Leute ansehen, die bei Windkraftanlagen von der Verspagelung der Landschaft reden. Mieten Sie sich eine Ferienwohnung in der Nachbarschaft und Sie wissen Windräder zu schätzen.
Im Osten sehen Sie den Gasometer in Oberhausen, ebenfalls ein Ziel, das Sie auf jeden Fall besuchen sollten. Der qualmende Schlot rechts gehört zur Müllverbrennungsanlage am Rhein Herne Kanal und der kleine Wasserturm gehörte früher ebenfalls zur Thyssen-AG.
Das nächste Bild weist nach Südwesten und zeigt das Thyssen-Kraftwerk in Duisburg Ruhrort, direkt am Rhein gelegen.
Noch weiter im Süden liegt das eigentliche Duisburg, also der Teil Duisburgs, der schon vor der ersten Eingemeindung 1923 Duisburg hieß, Als Ruhrort, Hamborn, meiderich und Rheinhausen noch eigene Städte waren. Der große Turm ist der Rest des alten Kohlekraftwerks der Stadtwerke in Hochfeld. Das dreieckige Hochhaus daneben ist das Landesarchiv am duisburger Innenhafen.
Kommen wir noch einmal zurück auf die Verspagelung der Landschaft. Das Windrad steht auf der Bauschutt-Deponie Kolkenhof, genau über der Ruhr auf der Stadtgrenze nach Oberhausen im Norden und nach Mülheim im Osten. Ein Schelm, wer Übles dabei denkt.
Und weil man sie nie sieht, Dusburg aber drei davon hat: das Autobahnkreuz Duisburg Nord mit der A42 von Kamp-Lintfort nach Oberhausen und der Stadtautobahn A59. Im Hintergrund noch einmal das Warm-Walszwerk der Thyssen/Krupp AG. Wenn Sie wollen, können Sie auf den Wegen des Landschaftsparks genau in das Kreuz hineinlaufen. (Das ist natürlich ungefährlich, nur laut. Auf die Bahn kommen Sie nicht.)

Uwe Torweihe
Postfach 210 603
47028 Duisburg

Warmwalzwerk & Schwarzer Riese Kraftwerk Walsum.jpg Gasometer & Müllverbrennung in OB Thyssen-Kraftwerk in Ruhrort DU-Zentrum Deponie Kolkenhof A3 - Warmwalzwerk
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