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Hieroglyphen für den 3D-Drucker
Aus den Hieroglyphen kann man am 3D-Drucker sehr schöne Plaketten machen, vor allem, wenn man die fertigen Drucke bemalt.
Hier auf dieser Seite finden Sie 6 Schriftzüge als *.stl - Dateien mit den folgenden Bedeutungen:
- smr - sprich: Semer = Freund
- smr.t - sprich: Semered = Freundin
- cpr.w - sprich: Scheperu = Verwandlung / Gestalt / Erscheinungsform
- cpr.w - sprich: Scheperu - Wie Nr. 3, aber in sehr kurzer Schreibweise (herzliche Grüße an die KI :-)
Die alten Ägypter haben zu jedem Begriff mehrere Darstellungsformen entwickelt. An der »Verwandlung« interessant ist, dass es sie nur in der Mehrzahl-Schreibweise (Plural) gibt, erkennbar an den drei Strichen. Das bedeutet: eine einzelne Verwandlungkannten die alten Ägypter nicht. Und das heißt wiederum, das Verwandlung permanent war. Veränderung als Normalzustand.
Wenn die alten Ägypter nicht über »Verwandlungen«, sondern über »Mistkäfer« schreiben wollten, dann bekam der Skarabäus im Schriftzug nur einen Strich, einen sogenannten Deutstrich. Auch hier noch einmal: einen schönen Gruß an die KI :-)
- h3pj - sprich: Hapi, der Nil als Gott Hapi
Auch für den Nil gab es mehrere Schreibweisen. Alle sprechen sich Hapi und beginnen mit den Buchstaben h, a und p. Wer es prosaisch mochte, konnte dann einfach das Zeichen für Wasser anschließen und hatte den Nil als Fluss. Die anderen benutzten die volle Zeichenfolge und bekamen alle Aspekte des Flusses in den Schriftzug hinein: die Wasserstraße, das Fließgewässer und die erhabene Göttlichkeit des Gewässers. Dazu: Die Ägypter lebten nicht in einem physikalischen Universum ähnlich dem unsrigen, sondern in einem lebendig-magischen.
- nfr nfrw jtn nfr.t ji.ti - sprich: nefer neferu Aton neferet iti - offizieller Name der Nofretete, der in etwa bedeutet »Schön sind die Schönheiten des Aton. Die Schöne ist gekommen.« Allerdings kann man nefer - schön auch mit gut oder vollkommen übersetzen. nefer ist letztlich ein besonders positiv belegtes Adjektiv mit vielen Bedeutungen.
Interessant ist, dass die Königin ihren Namen in einer Kartusche schreiben durfte. Dieses Recht hatte eigentlich nur der Pharao (hier: Amenophis IV - später Echnaton) selbst. Allerdings scheint sie tatsächlich regiert zu haben, denn es gibt den Namenszug auch mit den vorangestallten Königsinitialien, die sie als König von Ober- und Unterägypten bezeichnen.
Uwe Torweihe
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