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Vier Gewinnt - geht doch, oder ?

Wenn Sie sich ein Schachprogramm kaufen, hat das gekaufte Programm eine bestimmte Spielstärke. Es kann bis zu einem gewissen Grad Schach spielen. Wenn Sie mit dem Programm eine Anzahl Partien gespielt haben, hat es immer noch dieselbe Spielstärke. Es lernt nichts dazu und es vergisst nichts.

Unser »Vier Gewinnt« ist da anders. Auch wenn es nicht so aussieht, es kann immer noch nicht »Vier gewinnt« spielen. Aber ab dem allerersten Zug speichert »VierWin.exe« alle Spielzüge. Ihre und auch die eigenen. Und für jeden Zug merkt sich »VierWin.exe« ob es mit diesem Zug schon einmal gewonnen oder verloren hat. Sie können Sich die Spielzüge in der Datei »Datensammlung.txt« ansehen. Jedes Mal, wenn »VierWin.exe« am Zug ist, schaut das Programm in der »Datensammlung.txt« nach, ob es mit dem geplanten Zug schon einmal verloren oder gewonnen hat, oder ob Sie mit dem Zug schon einmal verloren oder gewonnen haben. Dann sucht »VierWin.exe« den Zug mit den besten Prognosen aus und setzt ihn.

Je häufiger Sie mit »VierWin.exe« spielen, um so umfangreicher wird die »Datensammlung.txt« und um so spielstärker wird wird das Programm. »VierWin.exe« kann also »lernen.«. Es wird niemals wirklich gut spielen, dazu gibt es viel zu viele Möglichkeiten. Aber es wird von Spiel zu Spiel besser.

Mit jemandem zu spielen, der immer schon nach ein paar Anfangszügen verliert, macht einfach keinen Spaß. Daher habe ich dem Programm einen Algorithmus spendiert, der die einfachsten Anwenderfallen in einer Datei »Testbilder.txt« ausgibt. »VierWin.exe« schaut bei jedem Zug auch in dieser Datei nach, ob der nächste Zug schnurstracks in eine der Anfängerfallen hineinführt. Das macht »VierWin.exe« natürlich noch nicht zu einem ernsthaften Gegner, aber es erhöht den Spielspaß deutlich. Ja, dieser Trick verstößt gegen die reine Lehre. Aber da er nach dem selben Muster wie das Ursprungskonzept arbeitet, habe ich ihn mir erlaubt.

Fazit:
Mit der »KI«-Logik kann ich ein Programm schreiben und bis zu einer bestimmten Perfektion treiben, das ich gar nicht schreiben kann. Hier ist es ein »Vier Gewinnt« - Programm, das gar nicht »Vier Gewinnt« spielen kann und seine Züge über Wahrscheinlichkeiten aus gesammelten Daten berechnet.
Vorteil: Ich kann etwas programmieren, das ich gar nicht programmiern kann - oder glauben Sie, »Open AI« hätte »Chat GPT« entwickelt, wenn Die ein richtig gutes Sprachprogramm algorithmisch hinbekommen hätten ? Außerdem lässt sich eine »KI« trainieren. Man muss nur genug Zeit und Speicherplatz investieren.
Nachteil: Mein »VierWin« wird nie richtig gut spielen und »Chat GPT« wir immer einen Haufen Bullshit mit sich herumschleppen. Außerdem brauchen »KI« - Systeme mit zunehmender Komplexität exponentiell steigende Ressourcen an Man-Power und Energie.
Ende.

Uwe Torweihe
Postfach 210 603
47028 Duisburg
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